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Gottesdienst

Auf unserer letzten Gemeindeversammlung haben wir uns intensiv mit dem Thema "Gottesdienst" befasst. Ein Ergebnis unseres Gesprächs ist gewesen: Durch die nachlassende Vertrautheit mit Gottesdiensten ist auch das Wissen über gottesdienstliche Vollzüge, über die Geschichte des Gottesdienstes und über den Aufbau und Sinn der einzelnen Elemente im Gottesdienst geschwunden. Der Wunsch nach mehr Information wurde laut. Diesen Wunsch hat die Gemeindebriefredaktion aufgenommen und wird unter der Überschrift "Theologisch/Theoretisch" in diesem Jahr Hintergrundtexte rund um den Gottesdienst veröffentlichen. In dieser Ausgabe geht es los mit einer kurzen Einführung in die Geschichte des Gottesdienstes.
Eine kurze Geschichte des Gottesdienstes - Teil 1
Der christliche Gottesdienst am Sonntag, so wie wir ihn heute kennen, hat sich in seiner Grundform ca. seit dem 3. Jahrhundert nach Christus langsam herausgebildet ? seine Wurzeln reichen aber viel weiter zurück: der Segen etwa spielt schon im alttestamentlichen Kult eine wichtige Rolle, die formalen und inhaltlichen Parallelen unseres Gottesdienstes zum jüdischen Synagogengottesdienst sind unübersehbar.
Wesentlicher Inhalt der Feier am Sonntagmorgen war von Beginn an der Bezug zur Auferstehung Christi am ersten Tag der Woche und kann als wöchentlich wiederkehrende Feier dieses Ereignisses ? also als kleines Osterfest ? verstanden werden.
Bei einer großen regionalen Vielfalt der Liturgien der frühen christlichen Gottesdienste war ihnen allen die Zweiteilung in Verkündigungsteil und Sakramentsfeier gemeinsam. Der Kern ? die Sakramentsfeier ? gehörte dabei bereits zu den Charakteristika der aller-ersten christlichen Gemeinde: im Gedächtnis an das letzte Abendmahl Jesu versammelten sie sich zu einer Gemeindemahlzeit, die mit der von Lobsprüchen, Gebeten und Gesängen gerahmten liturgischen Handlung an Brot und Wein schloss. In der frühen Kirche war die Zweiteilung des Gottesdienstes auch aus einem anderen Grund von Bedeutung: Während an dem Verkündigungsteil alle ? auch Ungetaufte ? teilnehmen durften, war der Sakramentsteil nur den getauften Mitgliedern der Gemeinde vorbehalten. Das bedeutete, dass nach der Predigt, die in der Regel der Bischof oder ein Presbyter über einen Bibeltext hielt, diejenigen, die nicht zum Abendmahl zugelassen waren, die Versammlung verließen. Ab dem 6. Jahrhundert bildete sich in der westlichen (römischen) Kirche als Bezeichnung für den Gottesdienst der Begriff ?missa? heraus, der sich ursprünglich nur auf die Segnung am Ende bezog.
In seiner Grundform hat sich der Gottesdienst ? auch durch die Reformation hindurch - erhalten. Eine wichtige Veränderung hat sich hier allerdings durch die Einführung der jeweiligen Landessprache als gottesdienstlicher Sprache ergeben. Für Martin Luther war auch die Beteiligung der Gemeinde durch den Gesang deutscher Liedern ein wichtiges Element des Gottesdienstes. Während für die lutherischen Kirchen der Sakramentsgottesdienst die Regel blieb, hat sich in der Tradition der oberdeutschen Reformation das Gewicht hin zu Wortgottesdiensten ohne Abendmahl verschoben. Das Abendmahl wurde nur noch etwa vier Mal im Jahr gefeiert. In unserer Wiesecker Gemeinde gehen wir mit einem monatlichen Abendmahlsgottesdienst einen Mittelweg.
Interessant ist, dass die Reformatoren nicht das Anliegen hatten, eine einheitliche Gottesdienstordnung für alle reformatorischen Kirchen zu schaffen. So prägten sich im Aufbau des Gottesdienstes unterschiedliche regionale Gewohnheiten aus. Auch die vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. im 19. Jahrhundert einführte Preußische Agende hat das nicht grundsätzlich geändert. Wer heute evangelische Gottesdienste besucht, wird schnell feststellen, dass sich diese von Ort zu Ort, ja sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Carolin Kalbhenn
Welche Bedeutung haben eigentlich die einzelnen Teile des Gottesdienstes?
Im 2. Teil unserer Reihe möchte ich die Gottesdienstelemente vor der Predigt deuten:
Der Anfang:
Wenn wir mal davon absehen, dass das ganze Leben eines Christenmenschen ein Gottesdienst sein sollte und wir uns ?nur? auf den Hauptgottesdienst am Sonntagmorgen konzentrieren, dann ist das Anfangssignal natürlich das Glockengeläut.
Die Kirchenglocken sind niemals nur Zeitansagen, sondern erinnern zu jeder Zeit zugleich an Gottes Gegenwart. Sie rufen uns aus dem Alltag zum Gebet. So beginnt der Gottesdienst eigentlich schon vor der Tür. Richtig los geht es aber erst hinter der Kirchentür: Manche/r spricht ein stilles Gebet, bevor er/sie Platz nimmt, manche/r ordnet seine Gedanken oder tauscht sich mit dem/der Banknachbar/in aus (Unterhaltung ist nicht verboten, aber man sollte von Anfang an Rücksicht auf die nehmen, die Stille suchen).
Mit dem letzten Glockenschlag braust die Orgel auf. Für manche beginnt jetzt erst ?richtig? der Gottesdienst, weil gerade die Orgel in ganz besonderer Weise das Lob Gottes herauszustellen vermag.
Danach folgt bei uns eine Begrüßung durch Pfarrer/in oder Kirchenvorsteher/innen mit Ansagen über den Ablauf oder das Thema des jeweiligen Gottesdienstes. Diese Begrüßung darf man nun aber nicht missverstehen als eigentlichen Anfang, denn: Begonnen hat der Gottesdienst schon längst und der/die hier redet, ist auch nicht der Veranstalter! Nicht im Namen des Pfarrers oder des Kirchenvorstandes feiern wir nämlich Gottesdienst, sondern nur im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Darauf antworten alle, die mitfeiern, gemeinsam: ?Amen? (was soviel heißt, wie ?genau so ist es und so soll es sein!?).
die Lieder:
Weiter geht es mit einem 1. Lied. Nun ist der Gottesdienst kein Konzert (auch wenn es für alle Anwesenden schön ist, wenn Chöre, Organisten u.a. musizieren!). Aber ein Gottesdienst lebt vom Miteinander aller Besucher, und das bedeutet: Alle versuchen mitzu singen. Ob gut oder weniger gut, ob schief oder im Sprechgesang: Eine Gemeinde, die Gottesdienst feiert, lobt Gott mit Liedern und Psalmen, so gut es eben geht! Nur still und leise geht das nicht.
So haben wir auch den Brauch, am Anfang einen Psalm gemeinsam zu sprechen. Das ist ein Zugeständnis an unser mangelndes musikalisches Vermögen (auch das des Pfarrers!). Aber wir sollten trotzdem unser Bestes geben, das Lob Gottes gemeinsam lauthals erklingen zu lassen. Wir Pfarrer versprechen, bei der Auswahl der Lieder auf eine gute Mischung altbekannter und neuer Stücke zu achten. Herr Kissel und die anderen Organisten sind gern bereit, neue Lieder behutsam einzuüben. Und Sie, liebe Gemeinde, sollten sich einfach trauen, zu singen, zu brummen, auf jeden Fall, mitzumachen!
Eingangsgebete und Lesung:
Nach dem Psalm folgen zwei wichtige Gebete, die die Gemeinde jeweils singend fortführt: ?Sündenbekenntnis? und ?Gnadenverkündigung?. Das erste versucht unsere momentane Situation vor Gott abzubilden (z.B.: ?traurig über die Ereignisse der letzten Woche kommen wir zu dir, Gott, und bitten: Herr erbarme dich?). Dem korrespondiert die ?Gnadenverkündigung?, die beschreibt, wie Gott für uns da ist. Beide Gebete markieren also eine Wellenbewegung, von uns hin zu Gott. So stimmen wir uns am Anfang des Gottesdienstes ein auf Gottes Gegenwart in unserem Alltag.
Und so wünscht der/die Pfarrer/in anschließend der Gemeinde: ?Der Herr sei mit euch!? Das ist ein herzlicher, geschwisterlicher (per Du!) Zuspruch der Gegenwart Gottes. Und auf diesen Gruß antwortet die Gemeinde: ?und mit deinem Geiste!?
Auch der/die Pfarrer/in braucht solche guten Wünsche, schließlich ist gerade sein/ihr Geist gefordert, wenn sie/er nun gleich an den Altar und auf die Kanzel tritt.
Gemeinsam geht der Gottesdienst weiter:
Wir beten ein ?Kollektengebet? (hier werden die Anliegen des Tages gesammelt vor Gott gebracht) und hören auf Worte der Bibel (die Schriftlesung), die oft auch ein Lektor (Kirchenvorsteher/in) verliest. Auch Konfirmand/inn/en dürfen schon lesen, schließlich sollen sie ja lernen, was es heißt, ein/e erwachsene/r Christ/in zu werden.
Schließlich bekennen wir alle ?- möglichst im Stehen - unseren gemeinsamen Glauben. In der Regel sprechen wir das ?Apostolische Glaubensbekenntnis? miteinander. Das hat den Vorteil, dass es die meisten auswendig können und es auch in den anderen Kirchen (z.B. bei Katholiken und Orthodoxen) gebräuchlich ist. Nur an den hohen Festtagen (Weihnachten, Ostern und Pfingsten) wird das längere, festlichere, aber etwa eben so alte Bekenntnis von Nizäa-Konstantinopel gesprochen. Daneben macht es aber auch Sinn, gelegentlich ein modernes Bekenntnis (z.B. auch von Konfirmand/inn/en erarbeitet) einzuüben.
Mit dem nächsten Lied schließt der liturgische 1. Teil des Gottesdienstes ab. Bis jetzt sind bei uns in Wieseck etwa 20 Minuten vergangen und gleich kommt der Predigtteil. Pfarrer Frank Wendel
Die Predigt
Wozu predigen?
Die Predigt hat das Ziel, einen biblischen Text, von dessen Entstehung uns runde zweitausend Jahre trennen, für unsere Zeit auszulegen. Oder anders gesagt: einen biblischen Text und unsere Gegenwart miteinander ins Gespräch zu bringen, so dass der Text uns heute Orientierung geben kann. Dahinter steht die Vorstellung, dass sich aus unserem Leben Fragen an einen biblischen Text ergeben, wie auch der biblische Text Rückfragen an unser Leben stellt. Aufgabe des Predigers ist es, dieses Gespräch quasi stellvertretend zu führen und dadurch zugleich Impulse für den weiteren Dialog der Gemeinde mit dem Text und untereinander zu geben.
Wie entsteht eine Predigt?
Wie das praktisch aussieht? Wer sonntags predigen muss, beschäftigt sich oft schon am Anfang der Woche intensiv mit dem zu predigenden Text. Das heißt: lesen ? auch den größeren Kontext, in dem die Verse in der Bibel auftauchen (am besten im Original!). Den Text verstehen und überlegen: welche Aussage hat der Text in seiner Zeit? Wie haben die Zeitgenossen seiner Autoren ihn gelesen? Warum haben sie ihn überliefert? Was hat der Text in seiner Zeit ausgelöst?
In einem zweiten Schritt wird der Prediger/die Predigerin für sich selbst überlegen: was leuchtet mir ein an diesem Text, was ist sperrig, was kann ich nicht oder nur schwer nachvollziehen? Wo kommt das, was mich derzeit bewegt, in Berührung mit diesem Text. Welche Botschaft hat dieser Textabschnitt für meine Lebenssituation, für die Fragen, die uns in der Gemeinde oder gesellschaftlich-politisch umtreiben? Und noch viel wichtiger: wie wird der Konfirmand XY oder die Kirchenvorsteherin Z den Text hören. Welche theologische Frage wird Herrn A. herausfordern, welches Thema aus dem Text Frau B. ansprechen und welcher Trost steckt für die Angehörigen der Verstorbenen der letzten Woche in diesem Text? Vielleicht gibt es im Konfirmandenunterricht oder beim Treffen mit verschiedenen Gemeindegliedern sogar die Möglichkeit, direkt nachzufragen: ?Was ist Ihnen, was ist dir wichtig an diesem Textabschnitt??
Welche Form hat eine Predigt?
Nach allen diesen Vorüberlegungen wird sich der Prediger/die Predigerin hinsetzen und eine Predigt schreiben. An diese Predigt gibt es unterschiedliche Anforderungen ? auch je nachdem, welche Hörer/innen man fragt. Sie soll erklären, also lehrhaft sein. Wer eine Predigt gehört hat, möchte etwas über den biblischen Text erfahren haben. Andererseits soll eine Predigt auch bewegen, anstoßen ? wer eine Predigt hört, möchte aus ihr eine Orientierung, einen Impuls für sein eigenes Leben haben. Er möchte sich und seine Lebensfragen in der Predigt wiederfinden.
Je nach auszulegendem Text wird mal mehr das eine, mal mehr das andere in den Vordergrund treten. Wie jede Rede können auch Predigten ganz verschiedene Formen und einen ganz unterschiedlichen Charakter haben: von lehrhaft bis künstlerisch kann alles vertreten sein. Wichtig ist: Die Form soll dem Inhalt dienen. So ist es vielleicht manchmal nötig, dass bestimmte Zusammenhänge erklärt werden wie in der Schule, ein anderes Mal gestaltet der Prediger/die Predigerin einen erzählenden Text, bei dem die Hörer/innen sich mit einer der Hauptfiguren identifizieren können und die Botschaft ?zwischen den Zeilen? vermittelt wird. Mal legt der Prediger/die Predigerin einen Text Vers für Vers aus, ein anderes Mal stellt er die Predigt unter das große Thema, dem sich der Predigttext widmet, und geht nicht auf jedes Detail ein.
Und nach der Predigt?
Schade eigentlich, dass wir in unserer Gemeinde nicht allzu oft die Gelegenheit haben, nach dem Gottesdienst noch über die Predigt ins Gespräch zu kommen. Das würde nämlich noch viel deutlicher machen, dass es bei einer Predigt nicht darum geht, dass der Pfarrer eine Wahrheit verkündigt, die man sich halt anhört, sondern dass die Predigt anregen will: zum eigenen Nachdenken und zur eigenen Auseinandersetzung mit einem biblischen Text ? zum Dialog mit der Tradition und zum Gespräch miteinander, welche Bedeutung diese Tradition für unser Leben heute hat.
Carolin Kalbhenn
"nach der Predigt"
Nach der Predigt und einem Gemeindelied wird gebetet.
Das älteste mir bekannte ?allgemeine Kirchengebet? stammt aus dem Jahr 95 nach Christus. Wir können also mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die allerersten Christen bereits in derselben Weise gebetet haben, wie wir das heute tun.
1. zur äußeren Form: In der Regel steht eine/r vor dem Altar und den anderen gegenüber. Es gibt gute Gründe für den ?Vorbeter? bzw. Liturgen (bei uns meist Pfarrer oder Pfarrerin), sich der Gemeinde zuzuwenden, oder aber auch der Gemeinde den Rücken zu kehren und sich dem Altar zuzuwenden. Das eine symbolisiert mehr Nähe und Gemeinschaft mit der Gemeinde, das andere stellt den Vorbeter in eine Reihe mit der Gemeinde und lenkt alle Aufmerksamkeit in Richtung Altar. Beides ist also möglich, wie auch die Körper- und Handhaltung manchmal variiert. Die einen beten mit ?gefalteten? Händen. Das ist wohl noch eine alte germanische Tradition, die daran erinnert, dass man sich dem Heiligtum nur ?gefesselt?, also wehrlos nähern durfte. Andere beten mit flach zusammengelegten Händen. Das ist eine typische Bittgeste, wie sie z.B. auch Kinder ihren Eltern gegenüber gebrauchen. In der Bibel überliefert ist daneben das Aufheben der nach oben geöffneten Hände. Möglich ist letztlich wohl jede Gebetsgestik, die uns und den Menschen neben uns zur Konzentration auf Gott hin verhilft. Eben darum stehen wir auch auf: Es rüttelt uns auf, wir können uns besser konzentrieren, und wir zeigen vor Gott unseren Respekt (so gesehen war es keine schlechte Idee, dass in der alten Kirche nahezu der ganze Gottesdienst im Stehen absolviert wurde). Nun gibt es drei Arten dieses Gebets: Entweder der Liturg betet und die Gemeinde hört zu, oder die Gemeinde nimmt jedes Gebetsanliegen mit einem gemeinsamen Ruf auf (z.B. ?wir bitten, Gott erhöre uns?), oder aber aus der Gemeinde werden selbst einzelne Gebetsanliegen genannt, gesprochen oder aufgeschrieben, die dann vom Liturgen aufgenommen werden. Alle drei Varianten gibt es schon, seit es Christen gibt, und wird es wohl immer geben.
2. zum Inhalt: Die Struktur jedes Gebets sollte sich am Vaterunser orientieren, dem Gebet, das Jesus selbst uns gelehrt hat. Darum beten wir zuerst für Gottes Reich und die Kirche, danach für die Welt, die Schöpfung und den Frieden , dann für unsere persönlichen Anliegen wie etwa Gesundheit und das Verhältnis der Menschen zueinander und schließlich für die Notleidenden. So beziehen wir unsere konkreten Bitten immer auf die grundsätzlichen Bitten des Vaterunsers, das sich hier natürlich wie in jedem Gottesdienst anschließt. Nur wenn wir in Wieseck Abendmahl feiern, ziehen wir Fürbitten und Vaterunser auseinander. Grundsätzlich wird das Vaterunser immer von allen gemeinsam gesprochen.
Danach schließt sich ein Lied an, und es folgen die Mitteilungen (im kirchlichen Sprachgebrauch auch ?Abkündigungen? genannt). An dieser Stelle, wo z.B. auf den nächsten Gottesdienst hingewiesen wird, ist auch der Ort für alle ?nicht-gottesdienstlichen? Beiträge wie Grußworte, Danksagungen an Mitwirkende oder Nachrufe in Bestattungsgottesdiensten.
Der Gottesdienst schließt mit dem Segen, genauer gesagt mit ?Sendung und Segen?. Das heißt, die Aufforderung, den Segen zu empfangen, bzw. um den Segen zu bitten, wird eingeleitet mit ?Gehet hin mit dem Segen des Herren?, oder ähnlichen Worten, die uns erinnern, dass wir ja nun wieder hinaus in den Alltag gehen. Und genau dafür will uns der Segen Kraft geben. Übrigens dürfen sich auch ?Nicht-Katholiken? gerne bekreuzigen. Wie das ?Amen? ist die Bekreuzigung ein Zeichen, dass wir diesen Segen Gottes ergreifen. Martin Luther selbst hat in seinem Kleinen Katechismus die Bekreuzigung ausdrücklich empfohlen.
Mit einem stillen Gebet hören wir das Orgelnachspiel und gehen dann auseinander. Frank Wendel

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