Taufe: Häufig gestellte Fragen.
Ich will mein Kind taufen lassen. Was muss ich tun?
Am besten rufen Sie zuerst im Gemeindebüro an (950 2083) oder kommen einfach vorbei (Mo, Di, Do,Fr Vormittag oder Mittwoch Nachmittag) und legen den Termin fest.
Wann sind mögliche Tauftermine?
Taufsonntag ist in der Michaelskirche meist der erste Sonntag im Monat. Weitere Tauftermine sind Ostern und Pfingsten, das Tauferinnerungsfest zum Weltkindertag um den 20. September herum und die Familiengottesdienste. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach nach.
Was brauche ich für die Taufe?
Sie helfen uns sehr, wenn Sie eine Geburtsurkunde (Kopie) und (wenn vorhanden) das Familienstammbuch mitbringen. Wichtig ist aber vor allem, dass Sie einen oder mehrere Paten finden.
Wie funktioniert das mit den Paten und was ist ein Patenschein?
Der Pate/die Patin möchte Sie bei der christlichen Erziehung unterstützen (Geschenke stehen dabei nicht an erster Stelle!). Um Pate/Patin werden zu können, muss man einer christlichen Kirche (evangelisch, Katholisch, orthodox) angehören und -wenn er oder sie nicht aus Wieseck kommt-, muss das durch eine Bescheinigung des Pfarramtes der Heimatgemeinde nachgewiesen werden. Wer evangelisch ist, erhält diese Bescheinigung in der Regel, wenn er/sie konfirmiert ist.
Wer aus einer Kirche ausgetreten ist oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehört, darf auch gerne als ein ?Taufzeuge? bei der Taufe dabei sein.
Ich habe keinen Paten gefunden. Kann mein Kind trotzdem getauft werden?
Ja sicher. Die Kirchenordnung sagt ausdrücklich, dass die Taufe davon nicht abhängig gemacht werden darf. Vielleicht können wir Ihnen sogar helfen (wenn Sie möchten), einen geeigneten Paten aus der Gemeinde zu finden?
Ich habe gehört, der/die Pfarrer/in kommt auch noch zum Taufgespräch zu mir. Worum geht es denn da?
Der Taufgottesdienst soll ja für Sie ein Festtag werden. Deshalb ist es sinnvoll, Sie besprechen den Ablauf in Ruhe, machen Liedvorschläge und bringen Ihre Ideen ein. Vielleicht übernimmt ein Pate/eine Patin (die auch zum Taufgespräch eingeladen werden sollen) ein Gebet oder einen Segenswunsch. Oft sind auch noch ganz andere Fragen zu klären, manchmal geht es sogar um Grundsätzliches, wie Sinn und Zweck der Taufe. Für alle Ihre Fragen bringt der/die Pfarrer/in Zeit mit.
Wo finde ich einen Taufspruch?
Ein Taufspruch ist ein Bibelwort, das Ihr Kind auf seinem Lebensweg begleiten soll. In Lutherbibeln sind die markanten Sätze fettgedruckt, Die meisten stehen übrigens in den Psalmen (genau in der Mitte der Bibel), den Evangelien von Jesus und in den Prophetenbüchern. Für Bibelungeübte haben wir Hefte mit den bekanntesten Taufsprüchen zum Ausleihen vorrätig. Im Internet kursieren ebenfalls Listen.
Mein Kind ist schon älter. Wie ist das jetzt mit der Taufe?
Wir sollten gemeinsam mit Ihrem Kind in einem oder mehreren Taufgesprächen klären, ob die Taufe Ihr gemeinsamer Wunsch ist. Wenn das so ist, steht einer Taufe nichts im Wege. Wenn ihr Kind im Konfirmandenalter ist und am Unterricht teilnimmt, wird es sich vor oder im Konfirmations-gottesdienst taufen lassen. In diesem Fall (ab 14 ist man religionsmündig!)gilt die Taufe schon als Erwachsenentaufe und Ihr Kind entscheidet selbst, ob es einen Paten möchte.
Gibt es in der Kirche auch Erwachsenentaufen?
Ja, wir haben sogar den Eindruck, dass es wieder mehr werden. Vor der Erwachsenentaufe steht meist ein ?Grundkurs Christentum?. Das bedeutet, dass wir uns über mehrere Wochen hinweg, an einem Abend in einer kleinen Gruppe, oder auch im Einzelgespräch mit dem/der Pfarrer/in treffen und wesentliche Fragen des christlichen Glaubens besprechen.
Davon zu unterscheiden ist ein Übertritt oder Wiedereintritt in die Kirche. Denn wer schon einmal getauft wurde(egal ob in einer evangelischen oder einer ganz anderen Kirche), bleibt es immer. Ein Übertritt oder ein Wiedereintritt ist daher viel weniger aufregend: Sie führen ein Gespräch mit dem/der Pfarrer/in und unterzeichnen danach ein Formular.
Kostet das was?
Nein! Aber zu jedem Gottesdienst gehört die Kollektensammlung genauso wie Gebete und Lieder dazu. Daher bitten wir Sie auch in einem Taufgottesdienst am Ausgang um eine Spende für einen mildtätigen Zweck, der vorher bekannt gegeben wird.
Und wie geht es nach der Taufe weiter?
Jetzt muss man dran bleiben. Am besten Sie besuchen jetzt öfter den Gottesdienst, bzw. bringen ihr Kind zu Krabbel- und später Kindergottesdiensten.
Damit Ihr Kind etwas vom christlichen Lebensstil spürt, empfehlen wir Ihnen jetzt Gutenachtgebete oder Tischgebete einzuüben. Schön ist es auch den Tauftag jährlich mit einer kleinen Feier zu begehen. Sie können dazu die Taufkerze entzünden, einen Kuchen backen, ?.
Und auch die Paten freuen sich über eine Einladung.
Warum überhaupt Taufe? Welchen Sinn hat das?
In der Bibel, am Ende des Matthäus-Evangeliums steht geschrieben, dass Jesus sprach: ?Mit ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.? (Mt.28,18-20)
Wir glauben, dass die Taufe eine heilige Handlung ist, die unsere Zugehörigkeit zu Gott symbolisiert, uns also in der Liebe Gottes in Ewigkeit leben lässt. Die Taufe ist an keine Vorbedingungen gebunden, denn Gott liebt jeden Menschen vorbehaltlos. Selbstverständlich ist es schön, wenn Menschen sich für ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi entscheiden und daraufhin taufen lassen, genauso selbstverständlich ist es aber auch möglich, einen Säugling taufen zu lassen, als ein Zeichen, dass Gottes Liebe gerade auch ihm gilt, der sich noch nicht selbst entscheiden kann.

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